SEX – Es gibt keinen guten, ausser man tut ‘n
“Über Sex spricht man nicht, Sex hat man.” Damit könnte ich mich eigentlich begnügen.
Wenn da nicht das Ergebnis interessanter Studien wäre, welches sich auch in meiner eigenen Erfahrung als Coach widerspiegelt:
Trotz der Allgegenwart des Sex in allen Medien und dem Zerreden der Sexualität unter Freunden und Freundinnen wird über Sexualität immer noch nicht dort geredet, wo es eigentlich am Natürlichsten sein sollte: in Beziehungen.
Es mag überraschen, aber innerhalb von Paarbeziehungen werden die sexuellen Vorlieben fast noch genauso oft tabuisiert wie vor der sogenannten ”sexuellen Revolution”.
Es hält sich anscheinend hartnäckig das Stigma, Sex sei “schmutzig” und die eigenen sexuellen Vorlieben - zumal wenn sie nicht der sogenannten Norm entsprechen - seien “krank” und irgenndwie etwas, für das man sich zu schämen habe.
Dabei kann die “Krankengeschichte der Sexualität” mit einer ganzen Reihe von “Wunderheilungen” aufwarten:
Man denke nur an die Streichung der Homosexualität aus dem Katalog psychischer Krankheiten – da waren auf einen Schlag Millionen von Menschen ganz offiziell von ihrer “Krankheit” geheilt.
Und auch sexuelle Spielarten wie Exhibitionismus, Sadomasochismus, Fetischismus und andere -ismen gelten nur noch dann als “krank”, wenn dadurch Leidensdruck entsteht oder andere Menschen ohne ihre Zustimmung damit behelligt werden.
Und genau da, denke ich, liegt “des Pudels Kern”:
Jede Spielart der Sexualität unter Erwachsenen ist vollkommen ok, wenn sie im Rahmen 100%iger Ehrlichkeit, Offenheit und mit dem Einverständnis aller Beteiligten geschieht.
Das mag zunächst nach einer Selbstverständlichkeit klingen, wird aber immer noch viel zu oft nicht so praktiziert. Stattdessen werden sexuelle Vorlieben vor dem eigenen Partner verheimlicht, versteckt und dann oft zwanghaft ”im Dunkeln” anderswo ausgelebt.
Dabei könnte das ganz einfach sein:
Ich habe gestern einen Artikel in einer englischen Zeitung über Avram Grant, den Manager der Portsmouth-Fussballmannschaft gelesen.
Grant wurde von Jounalisten dabei gesichtet, wie er ein “zweifelhaftes” Massage-Etablissment besuchte (wohinter sich in England oft ein Bordell verbirgt).
Als man seine Frau damit konfrontierte, antwortete sie: “Wenn er ins Bordell gehen möchte, kann er ins Bordell gehen. … Das einzige was ich ihm immer empfehle ist, dass er sich morgens UND abends eine >>Massage<< geben lässt!”
Da scheinen zwei Menschen über die “Tabus” geredet zu haben und sich einig zu sein.
Oft hat man Angst, das Thema in der Beziehung offen anzusprechen, nach dem Motto: Was ist wenn er das nicht mag? Was ist wenn sie mich für pervers hält?”
In der Erfahrung zeigt sich, dass durch Offenheit im Sexuellen viel öfter Gemeinsamkeiten entdeckt werden, die die Beziehung bereichern, als umgekehrt.
Und es gibt mehr Wege, Sexualität auszuleben, als dem lieben Gott lieb ist… :-)
Also nur zu!
Alles Liebe & wirklich guten Sex wünscht
Niels Koschoreck
Sei Du Selbst. Nur besser.
http://www.twitter.com/NielsDE - fast tägliche Tipps und Gedanken von Niels Koschoreck









One Response to “SEX – Es gibt keinen guten, ausser man tut ‘n”
Suchmaschinenoptimierung Google on May 5, 2010
Wirklich toll recherchiert – Kompliment!