Kunst fürs Leben

Kunst fürs LebenHeute beginne ich eine neue Beitragsreihe über “Kunst fürs Leben”. Schon seit einiger Zeit betreibe ich eine Facebook-Seite, welche auch “Kunst fürs Leben” heißt und biete zudem Kunst-Coaching an – und bin immer wieder gefragt worden, ob ich nicht längere Beiträge über Kunst und Leben schreiben könne. Diesem Wunsch komme ich hiermit nach.

Mit “Kunst fürs Leben” habe ich von Anfang an eine Herangehensweise an Kunst in den Blick genommen, die nicht nur für Kunsthistoriker und Kunstkenner gedacht ist, sondern für Menschen, die durch und mit Kunst ihr Leben bereichern, berühren lassen, verändern und transformieren wollen. Brian Eno bezeichnete Kunst einmal als “Auslöser für Erfahrungen” – und genau das bedeutet Kunst fürs Leben. Kunst also nicht bloß um der Kunst willen, nicht als Schmuck oder gebildete Beschäftigung, sondern als Initiator veränderter Lebenserfahrung, als Anregung zum Wechsel der Perspektive, als Heraus-forderung tieferer Emotionen, als Anstoß zu denkender Reflexion, als Katalysator einer intensiveren Begegnung von Selbst und Welt.

Ein neueres Buch von Alain de Botton trägt den den Titel “Kunst als Therapie” und geht der Idee nach, wie Kunst eine therapeutische, tröstende, sogar problemlösende Wirkung haben kann. Ich möchte Kunst nicht auf den therapeutischen Aspekt reduzieren, aber mir scheint es heute wichtiger denn je, zu zeigen, dass Auseinandersetzung mit Kunst nicht bloß Beschäftigung mit Objekten ist, sondern vor allem eine potentiell transformierende Begegnung mit dir Selbst und der Welt, in der wir leben.

Kunsthistorie, Künstlerbiographien, ästhetische Theorien und kulturelle Bildung insgesamt können die verwandelnde Wirkung der Kunst verstärken, können dabei helfen, die Fragen, die Kunst an uns richtet, besser zu verstehen und das KunstErleben zu vertiefen, aber sie dürfen nicht zum Selbstzweck werden.
KunstBegegnung dient dem Zugang zu künstlerischen Erleben der Welt, der Schulung des fragenden Herzens und des intensiv lebenden Geistes – sie ist nicht eine Domäne, die man alleinden sogenannten Kunstexperten überlassen sollte, so wichtig deren Arbeit auch oft sein mag.

Kunst fürs Leben, das heißt: Lasse dich tief berühren, öffne deinen denkenden Geist, lebe reich und intensiv und lass dich dazu inspirieren, dein eigenes Leben künstlerisch zu leben und zum KunstWerk zu gestalten. Denn wie heißt es seit Joseph Beuys: “Jeder Mensch ist ein Künstler.”
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Unter diesem BlogPost werde ich jeweils neue Beiträge aus der Reihe “Kunst fürs Leben” verlinken.

Den Anfang macht

Marcel Duchamp: Brunnen – Entfesselung der Interpretationen

Gustave Courbet: Ursprung der Welt – Befreiung der Vagina

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