Eine andere Politik – integratives, überparteiliches politisches Denken
Politik, nicht nur in Deutschland, ist in modernen Demokratien festgefahren in Partei-Politik und blinder Parteilichkeit. Dass sich in Deutschland die möglichen Kombinationen von Koalitionspartnern zu erweitern scheinen, kann vielleicht als hoffnungsvolles Zeichen gewertet werden, dass sich in dieser Hinsicht etwas zu ändern beginnt.
Parteiische Politik trennt sich, trotz viel bemühter dritter Wege, zumeist immer noch in links und rechts. Ich möchte eine vereinfachte Definition von “linker” und “rechter” Politik anregen:
“Linke” sehen die Ursachen menschlichen Heils und menschlicher Misere in externen Bedingungen, “Rechte” (nicht Rechtsextreme) sehen die Ursachen menschlichen Glücks und menschlichen Leides in internen Bedingungen.
Linke Politik sieht gesellschaftliche Chancenungleichheit, mangelnde staatliche Hilfe, Ausbeutung durch “andere” – Menschen sind Opfer des Systems, Spielball externer Kräfte, die reguliert werden müssen.
Rechte Politik sieht mangelnden Fleiss, zu wenig Eigenverantwortung, zu wenig Spielraum für die Entwicklung individueller und unternehmerischer Freiheit – Menschen sind für ihr Leben ganz allein selbst zuständig und formen ihr Leben durch interne Einstellungen und Entscheidungen.
Integrative und in dem Sinne überparteiliche Politik dagegen ist in der Lage zu sehen, dass beide Perspektiven richtig sind. “Links” und “Rechts” sind keine sich ausschliessenden Konzepte, sondern ganz einfach nur unterschiedliche Blickweisen auf Mensch und Gesellschaft, nämlich “intern” und “extern”.
Jedem Menschen, der seine Intelligenz einigermassen weit entwickelt hat, ist sofort klar, dass es sowohl innere wie äussere Faktoren gibt, die entwicklungs- und verbesserungsfähig sind.
Die Aufgabe einer “anderen” Politik, die den Herausforderungen des 3. Jahrtausends gewachsen ist – und diese Herausforderung besteht vor allem in der Integration vollkommen unterschiedlicher Kulturen, Wertsysteme und Weltanschauungen – muss die Parteilichkeit überwinden und die verschiedenen Perspektiven in ihrer Herangehensweise an Problemlösungen integrieren.
Was es dafür braucht nenne ich gerne – in bewusster provokativer Zuspitzung - eine intellektuelle Elite von Politikern, die in der Lage sind, über begrenzte parteiliche Perspektiven hinauszusehen und die verschiedenen Wege zu kombinieren.
Die Frage ist nur, ob solche Politiker in einer Demokratie, deren Großteil an Mitgliedern sich noch nicht über einseitiges, parteiliches Denken hinausentwickelt hat, überhaupt gewählt werden würde…
Alles Liebe & Beste
Niels Koschoreck
Sei Du Selbst. Nur besser.
http://www.twitter.com/NielsDE – fast tägliche Tipps und Gedanken von Niels Koschoreck








